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Lange Nacht der Jugendfeuerwehr 2004

An Schlaf war in der "Langen Nachte der Jugendfeuerwehr" kaum zu denken. Sechsmal mussten die 21 Nachwuchskräfte aus ihrem Quartier im Gerätehaus Verl zu Übungseinsätzen ausrücken. Dabei hatten sich die Ausbilder Martin Bitter, Franz-Josef Ernst, Dennis Höwelkröger und die beiden Jugendfeuerwehrwarte Dirk Costantino und Wigbert Heidmeier einiges ausgedacht.

Erstmalig gefordert waren die Jugendlichen um 18:45 Uhr. "Personenrettung auf dem Verler See", hieß die Aufgabe. Eine leblose Person trieb auf dem Verler See und musste mit Hilfe eines Schlauchbootes gerettet und anschließend versorgt werden.
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Um 20:30 Uhr folgte dann der nächste Einsatz: Feuer an der Sender Straße. Hier war auf einer Wiese ein Haufen mit Baumschnittresten in Brand geraten. Mit zwei Löschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen rückten die Ein- satzkräfte an. Während sich eine Gruppe um die eigentliche Brandbekämpfung kümmerten, musste sich die zweite Gruppe um den Aufbau einer Löschwasserversorgung kümmern.
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Nach diesem Übungseinsatz gab es eine kleine Pause, um das Fußballspiel Griechenland gegen Frankreich zu sehen, bevor um 22:00 Uhr die nächste Übung auf dem Programm stand. Die Rettung einer verunfallten Person aus einem drei Meter tiefen und mit Wasser gefüllten Schacht im Ortsteil Kaunitz war die Aufgabe. Nachdem die Gruppe das Wasser abgepumpt hatte, konnte der Verletzte in Form einer lebensgroßen Strohpuppe befreit werden.

Vor nicht minder großer Herausforderung stand die zweite Gruppe. Sie musste parallel eine Katze in Form eines Stofftieres aus einem Baum retten.

Gegen 02:00 Uhr dann der nächste Alarm: Auslösung einer Brandmeldeanlage im Industriegebiet Verl! Obwohl alle mittlerweile sehr müde waren, liefen die Jugendlichen zu den Einsatzfahrzeugen und fuhren zu dem genannten Objekt. Hier stellte sich dann heraus, dass es sich um einen Fehleinsatz handelte.

Am Morgen ging es dann um 06:15 Uhr zum bis dahin letzten Einsatz. Auf dem Gelände einer Stahlbaufirma war ein Feuer ausgebrochen, ein Teil der hinteren Lagerhalle stand in Flammen, so dass Übungsszenario. Doch auch diese Aufgabe wurde sicher gelöst. Danach gab es für alle Beteiligten ein ausgiebiges Frühstück.

Zum Schluss der "langen Nacht" mussten die Fahrzeuge und Gerätschaften wieder in Ordnung gebracht und die nassen Schläuche getauscht werden. Gegen 11:00 Uhr war dann endgültig Schluss. Während der "langen Nacht" waren immer wieder verschiedene Beobachter unterwegs, die den Jugendfeuerwehrleuten über die Schulter geschaut haben. Neben den Leiter der Feuerwehr Karl-Heinz Berenbrinker und seinem Stellvertreter Heiner Panreck und verschiedenen Ausbildern war auch der Feuerwehrseelsorger Hubert Werning vor Ort.

Für die Teilnehmer war die "lange Nacht" eine lehrreiche Erfahrung. Sie sollten lernen, verschiedene Situationen ohne vorherige Absprache zu meistern, da ein sehr großer Teil der Feuerwehrarbeit auf Improvisation beruht. "Bei der Feuerwehr geht es eben auch darum, unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen", so die Ausbilder.

Aufgrund der guten Erfahrungen wird es sicherlich im kommenden Jahr eine Wiederholung geben.