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An Schlaf war in der "Langen Nachte der Jugendfeuerwehr"
kaum zu denken. Sechsmal mussten die 21 Nachwuchskräfte
aus ihrem Quartier im Gerätehaus Verl zu Übungseinsätzen
ausrücken. Dabei hatten sich die Ausbilder Martin Bitter,
Franz-Josef Ernst, Dennis Höwelkröger und die beiden
Jugendfeuerwehrwarte Dirk Costantino und Wigbert Heidmeier einiges ausgedacht.
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Erstmalig gefordert waren die Jugendlichen um 18:45 Uhr. "Personenrettung auf dem Verler See", hieß die Aufgabe.
Eine leblose Person trieb auf dem Verler See und musste
mit Hilfe eines Schlauchbootes gerettet und anschließend
versorgt werden.
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Um 20:30 Uhr folgte dann der nächste Einsatz: Feuer an
der Sender Straße. Hier war auf einer Wiese ein Haufen
mit Baumschnittresten in Brand geraten. Mit zwei Löschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen rückten die Ein-
satzkräfte an. Während sich eine Gruppe um die eigentliche Brandbekämpfung kümmerten, musste sich die zweite
Gruppe um den Aufbau einer Löschwasserversorgung kümmern. |
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Nach diesem Übungseinsatz gab es eine kleine Pause, um
das Fußballspiel Griechenland gegen Frankreich zu sehen,
bevor um 22:00 Uhr die nächste Übung auf dem Programm
stand. Die Rettung einer verunfallten Person aus einem
drei Meter tiefen und mit Wasser gefüllten Schacht im
Ortsteil Kaunitz war die Aufgabe. Nachdem die Gruppe das
Wasser abgepumpt hatte, konnte der Verletzte in Form einer
lebensgroßen Strohpuppe befreit werden.
Vor nicht minder großer Herausforderung stand die zweite
Gruppe. Sie musste parallel eine Katze in Form eines
Stofftieres aus einem Baum retten.
Gegen 02:00 Uhr dann der nächste Alarm: Auslösung einer
Brandmeldeanlage im Industriegebiet Verl! Obwohl alle
mittlerweile sehr müde waren, liefen die Jugendlichen
zu den Einsatzfahrzeugen und fuhren zu dem genannten
Objekt. Hier stellte sich dann heraus, dass es sich um
einen Fehleinsatz handelte.
Am Morgen ging es dann um 06:15 Uhr zum bis dahin letzten
Einsatz. Auf dem Gelände einer Stahlbaufirma war ein
Feuer ausgebrochen, ein Teil der hinteren Lagerhalle stand
in Flammen, so dass Übungsszenario. Doch auch diese
Aufgabe wurde sicher gelöst. Danach gab es für alle Beteiligten ein ausgiebiges Frühstück.
Zum Schluss der "langen Nacht" mussten die Fahrzeuge und
Gerätschaften wieder in Ordnung gebracht und die nassen
Schläuche getauscht werden. Gegen 11:00 Uhr war dann endgültig Schluss. Während der "langen Nacht" waren immer
wieder verschiedene Beobachter unterwegs, die den Jugendfeuerwehrleuten über die Schulter geschaut haben. Neben
den Leiter der Feuerwehr Karl-Heinz Berenbrinker und
seinem Stellvertreter Heiner Panreck und verschiedenen
Ausbildern war auch der Feuerwehrseelsorger Hubert
Werning vor Ort.
Für die Teilnehmer war die "lange Nacht" eine lehrreiche
Erfahrung. Sie sollten lernen, verschiedene Situationen
ohne vorherige Absprache zu meistern, da ein sehr großer
Teil der Feuerwehrarbeit auf Improvisation beruht. "Bei
der Feuerwehr geht es eben auch darum, unter Zeitdruck
Entscheidungen zu treffen", so die Ausbilder.
Aufgrund der guten Erfahrungen wird es sicherlich im
kommenden Jahr eine Wiederholung geben.