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Jahresbericht
2011
Das Jahr 2011 war aus unserer Sicht abwechslungsreich.
Es galt viele verschiedene Termine und Veranstaltungen wahr zu nehmen. Einsätze
wurden abgearbeitet, Übungen absolviert, Lehrgänge und Seminare besucht. Den
immer aufwendiger werdenden Rechts- und Einsatzlagen sowie der stetigen
Weiterentwicklung der Technik muss mittlerweile mit einer umfangreichen Aus-
und Weiterbildung Rechnung getragen werden. Aber auch bei gesellschaftlichen
Anlässen war der Löschzug Kaunitz vertreten.
Die Verteilung der Einsätze war dieses Jahr
auffällig. So waren von den 66 Einsätzen des Jahres alleine 37 Einsätze in der
ersten Hälfte. Diese waren oft anspruchsvoll und belastend. Schwere
Verkehrsunfälle, oft mit Todesfolge, Gebäudebrände und sogar Gefahrguteinsätze
forderten uns überdurchschnittlich stark. In der zweiten Jahreshälfte ereigneten
sich weniger Einsätze, welche überwiegend unspektakulär waren.
Bevor im Jahresbericht nähere Angaben und
Einzelheiten präsentiert werden, folgen zunächst die Zahlen und Fakten des
Löschzuges Kaunitz mit Stand zum 31.12.2011.
Die Leitung des Löschzuges hat
Stadtbrandinspektor Dirk Costan-tino. Ihm stehen wie
gewohnt die Brandinspektoren Wigbert Pagen-kemper und
Marcel Busche als Stellvertreter zur Seite. Die Gesamtleitung der Wehr hat
unser Wehrführer Heiner Panreck mit seinen beiden Stellvertretern Erwin
Kleinemeier und Dirk Costantino.
Zum Jahresende hatte
der Löschzug 50 aktive Mitglieder. Diese gliedern sich wie folgt auf:
1 Stadtbrandinspektor,
4 Brandinspektoren,
4 Hauptbrandmeister,
2 Brandmeister,
15 Unterbrandmeister,
10
Hauptfeuerwehrmänner,
8 Oberfeuerwehrmänner
/ frauen,
6 Feuerwehrmänner / frauen
In dieser Auflistung fehlen
eine Feuerwehrfrau aus Stukenbrock sowie ein
Brandmeister aus Salzkotten-Verne. Beide sind in Kaunitz beruflich tätig und
unterstützen den Löschzug tagsüber im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft. Somit
sind 52 Einsatzkräfte am Standort Kaunitz stationiert.
Um die Eintreffzeiten
für die gesamte Feuerwehr Verl zu verbessern, rücken bei größeren Einsätzen
seit diesem Jahr auch zwei Verler Kameraden, mit Arbeitsplatz in Hövelhof,
tagsüber bei uns mit aus. Ebenso fahren drei Mitglieder des Kaunitzer
Löschzuges, die in Verl tätig sind, bei dem Löschzug Verl mit. Diese
Personalien werden jedoch in der gerade genannten Mitglieder-auflistung nicht
berücksichtigt.
Unsere Alters- und
Ehrenabteilung zählte zum Jahresende sechs Kameraden.
Fahrzeugbestand:
Dem Löschzug Kaunitz
standen im Jahr 2011 folgende Fahrzeuge zur Verfügung:

Ein Löschgruppenfahrzeug
(LF 16/12) als Erstangriffsfahrzeug auf Mercedes Benz 12/24, ein weiteres
Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) mit dem Schwerpunkt Brandbekämpfung und Gefähr-liche Stoffe und Güter auf Mercedes Benz 12/24, ein
Rüstwagen (RW1) für die Technische Hilfeleistung auf Mercedes Benz Unimog, ein
Schlauchwagen (SW2000Tr) für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken auf
Iveco, ein Kommandowagen (KdoW) Als Führungs- und Transportfahrzeug
auf VW Crafter, ein offener Anhänger sowie ein Koffer-anhänger
zum Transport von Ölbindemitteln, Schläuchen und weiterem Material.
Außerdem pflegt der
Löschzug ein Oldtimer-Tanklöschfahrzeug, wel-ches
seit seiner Anschaffung im Jahr 1955 ununterbrochen in Kaunitz beheimatet ist. Des
Weiteren sind der Mann-schaftstransportwagen der
Jugendfeuerwehr sowie dessen Kofferanhänger im Gerätehaus Kaunitz
untergebracht.
Die Ereignisse im Jahr 2011
Das Jahr 2011 begann
mit der heiligen Messe für uns gefolgt von der Generalversammlung am 29.
Januar. Im Jahr 2010 wurden wieder viele Lehrgänge, Seminare und weitere
Bildungsmaßnahmen besucht, dessen Zeugnisse und Lehrgangsbescheinigungen an
diesem Abend überreicht wurden.

Einige Kameraden wurden
befördert sowie für besondere Verdienste geehrt. Eine genaue Auflistung
befindet sich im Anhang.
Im Jahr 2011 wurden
ebenfalls wieder zahlreiche Lehrgänge und Seminare besucht. Auch dies wird im
Anhang näher erläutert.
Einsätze im Jahr 2011:
Insgesamt wurden wir
zu 66 Einsätzen gerufen. Diese teilten sich auf in 17 Kleinbrände, 6
Mittelbrände, und 3 Großbrände sowie 25
kleine und 6 mittlere technische Hilfeleistungseinsätze. Auch gab es 6 Fehlalarme.
Zu nachbarschaftlichen Hilfeleistun-gen wurden wir
nach Hövelhof, Rietberg und in die Senne gerufen.
Es folgt nun eine
Auflistung einiger Einsätze des vergangenen Jahres:
Einsatz Nr. 4 am
31.Januar

Um 23:15 Uhr wurden
die Löschzüge Verl und Kaunitz zu einem folgenschweren Verkehrs-unfall gerufen.
Auf der Sender Straße kamen im Bereich Feldweg zwei junge Frauen mit ihrem PKW
von der Straße ab und fuhren vor einen Baum. Beide waren sofort tot. Unsere
Aufgabe war es, die beiden Toten zu bergen und der Polizei bei der umfangreichen
Ursachenermittlung zu unter-stützen. Der Einsatz endete ca. um 2:00 Uhr
Einsatz Nr.9 am 8. März
Am
frühen Morgen kam bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Schulstraße ein
Motorradfahrer ums Leben. Die unmittelbar eingeleitete Spurenermittlung ergab
widersprüchliche Ergeb-nisse, so dass am Abend gegen
18:50 Uhr die Polizei eine zweite Unfallaufnahme einleitete. Der Löschzug
Kaunitz unterstützte diese und leuchtete die Unfall-stelle aus. Hierbei kam
auch erstmalig unser Hochleistungsbe-leuchtungsballon,
ein sogenan-nter „Powermoon“,
zum Einsatz.
Einsatz Nr. 15 am 8.
April
Um eine Minute vor Drei
Uhr nachts wurden wir zu einer nachbarschaftlichen Hilfeleistung gerufen. In
Westerwiehe in der
Straße
„Zum Sporkfeld“ brannte eine Scheune. Aufgrund der
ländlichen Gegend war eine direkte Wasserversorgung erst nicht möglich, daher
wurden wir zur Unterstützung gerufen. In der Scheune selbst befanden sich zum
Zeitpunkt des Brand-ausbruchs noch Rinder, die aber von den Rietberger
Kameraden schnell befreit werden konnten. Nach zwei Stunden war das Feuer
soweit unter Kontrolle, dass wir die Einsatzstelle wieder verlassen konnten.
Einsatz Nr.19 am 20.April.
Um 9:00 Uhr wurden wir zu einem
Verkehrsunfall auf der Gütersloher Straße gerufen. Eine ältere Frau ist in
einen entgegenkommenden LKW gefahren. Die Frau wurde vor Eintreffen der
Feuerwehr aus dem Wrack befreit und vom Rettungsdienst behandelt, so dass nur
noch die Kameraden aus Verl benötigt wurden und der Löschzug Kaunitz die
Einsatzfahrt abbrechen konnte. Leider verstarb die Frau wenig später im
Krankenhaus.
Einsatz Nr. 20-22 am
25. April
Ausgerechnet in der Nacht unseres Feuerwehrfestes,
also am frühen Ostermontag wurden wir gleich dreimal zu Kleinbränden in Kaunitz
gerufen. Begonnen hatte alles um 1:48 Uhr mit einem Mülleimerbrand in der Bus-haltestelle „Alter Postweg“. Kurz danach brannte dann eine
Mülltonne am Akazienweg.

Abschließend wurde ein Feuer an einigen
Papiercontainern an der Kaunitzer Apotheke gemeldet. Hier entstand größerer
Schaden, da das unter dem Dach angehängte Kühlaggregat in Mittleidenschaft
gezogen wurde und so die Kühlung für einige Medikamente nicht mehr zu
garantieren war. Alle Einsätze konnten durch unsere 9 Mann starke
Einsatzbereitschaft, die auch während einer Veranstaltung wie dem Feuerwehrfest
gewähr-leistet werden muss, schnell abgearbeitet werden. Ein fader Beigeschmack
aufgrund drei vor-sätzlich gelegter Brände während
unseres Feuerwehrfestes bleibt jedoch bestehen.
Einsatz Nr. 26 am 9. Mai
Um 16.30 Uhr wurde der Lösch-zug Kaunitz zur
Unterstützung bei einem Flächenbrand in der Senne gerufen. Neun Kameraden
machten sich mit weiteren Einheiten aus der Umgebung auf den Weg zu einer
Sammelstelle am Rande des Truppenübungs-platzes, um von dort aus weiter
eingeteilt zu werden.

Insgesamt wurden 15 Löschzüge verschiedener
Feuerwehren aus dem Umkreis alarmiert, um die Brände auf einer Fläche von
mehreren
Quadratkilometern zu bekämpfen. Die deutschen Feuer-wehren konnten das
Einsatzgebiet am Abend wieder verlassen, während die Britische Feuerwehr sich
um die Brandwache kümmerte. Der Löschzug Kaunitz war fünf Stunden im
Einsatzgebiet eingebunden.
Einsatz Nr. 28 am 12. Mai
Um
7:50 Uhr wurden wir zur Unterstützung der Polizei an die
Delbrücker
Straße gerufen. Dort hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein
Radfahrer von einem PKW erfasst worden war. Der 37jährige Rennradfahrer wurde,
nachdem er schon eine Stunde am Unfallort medizinisch behandelt wurde, mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 13“ nach Bielefeld geflogen.
Zeitgleich begann die Polizei mit der umfangreichen Unfallauf-nahme,
bei der wir halfen.
Einsatz Nr. 33 am 26. Mai
Ein Frontalzusammenprall eines PKW mit einem schweren
Sattelschlepper war der Grund des Einsatzes um 17:08 Uhr. Die Feuerwehr
Hövelhof rief uns zur Unterstützung. Die schwer verletzte Frau wurde mit drei
Rettungssätzen, unter anderem
auch
von Kaunitz, befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Der Rettungshubschrauber
„Christoph 8“ aus Lünen sollte die Schwerverletzte in eine Spezial-klinik
bringen. Sie war allerdings nicht mehr lufttransportfähig und verstarb wenig
später an den Folgen ihrer Verletzungen.
Einsatz Nr. 34 am 29. Mai
„Personensuche nach Verkehrs-unfall“ hieß es
in dieser Nacht, als uns um 1:13 Uhr die Melder weckten. Auf der Paderborner
Straße in Fahrtrichtung Verl und in Höhe der Bornholter Straße bzw. Rolandstraße
touchierte ein Bus einen Fußgänger, der am Fahrbahnrand ging und seinen Arm in
die Fahrbahn hielt.

Die Scheibe des Busses wurde zerschmettert. Der
Busfahrer stoppte einige Meter später und lief zur Unfallstelle zurück, aber
der Fußgänger war spurlos verschwunden. Um nicht auszuschließen, dass dieser
nun irgendwo schwer verletzt im Gelände liegen würde, benachrichtigte er die
Polizei, die wiederum die Feuerwehr zu einer groß angelegten Suche alarmierte. Außerdem
wurde noch ein Hubschrauber mit Wärmebild-kamera, sowie später einige Hundestaffeln
angefordert. Die Suche blieb jedoch erfolglos. Eine Person konnte nicht
gefunden werden. Einige Tage später meldete sich jedoch ein Mann bei der
Polizei in Hagen, der angab auf einer Abendveranstaltung an der
Ostwestfalenhalle gewesen zu sein. Aus nicht bekannten Gründen hat dieser zu
Fuß auf Höhe der Bornholter Straße die Paderborner
Straße queren wollen und ist dabei mit dem Bus zusammengestoßen. Obwohl der Bus
stoppte setzte er seinen Spaziergang wieder Richtung Ostwestfalenhalle fort und
ging dort später in einem Campingzelt leicht
verletzt aber schwer alkoholisiert schlafen.
Einsatz Nr. 37 am 28. Juni
Der wohl umfangreichste Einsatz im
vergangenen Jahr war bei der Firma Astro in Verl-Sürenheide. Unter dem
Alarmstichwort „Gefahrgut-Einsatz“ wurden wir um 10:35 Uhr alarmiert. Ein
Monteur hatte bei Reparatur-arbeiten eine mit Ammoniak gefüllte Leitung
beschädigt. Die stark ätzende Chemikalie traf den Mann an Arm und Schulter. Trotzdem
gelang es ihm die Leitung noch abzusperren. Die ausgetretene Flüssigkeit bildete
an der Luft sofort ein gefährliches Reizgas. Mit dem Monteur wurden noch vier
weitere Personen an ihren Atemwegen verletzt. Als erstes wurden neben dem
Rettungsdienst die Löschzüge Verl, Kaunitz und Spexard
alarmiert. Später folgten die Kameraden der Berufsfeuerwehr Gütersloh mit
Atemschutz- und Einsatzleitcontainer. Auch einige Hilfsorganisationen und der
ABC-Zug des Kreises Gütersloh wurden alarmiert. Es galt die Verletzten zu
versorgen, die Gebäude zu evakuieren und die austretenden Gase mittels
Wasser-Sprühstrahl zu binden und nieder zu schlagen sowie das Ammoniak mittels
Bindemittel
aufzunehmen. Diese Maßnahmen wurden von speziell ausgebildeten ABC-Kräften in Chemikalien-Schutzanzügen
vor-genommen. Danach wurden die betroffenen Hallen mit Hochlei-stungslüftern belüftet. Der Einsatz dauerte ca. sieben
Stunden. Schwerere Verletzungen konnten vermieden werden.
Einsatz Nr. 40 am 5.Juli.
Bei der Fa. Teckentrup
gerieten um 14:04 Uhr im Außenbereich
einige Kisten in Brand. Die Flammen griffen auf die Fassade über. Auch einige
Gasflaschen wurden bedroht. Neben den Löschzügen Verl, Kaunitz und Spexard wurden noch weitere Kräfte aus Rietberg und
Friedrichsdorf alarmiert. Eine Ausbreitung auf die Produk-tionsstätten
konnte aufgrund des massiven Eingreifens verhindert werden.
Besonderes:
Seit Mitte des Jahres
2011 hält der Löschzug Kaunitz den Kommandowagen für den Einsatz des Leitenden
Notarztes des Kreises Gütersloh bereit. Etwa einmal monatlich hat der LNA,
kommend aus Hövelhof, Dienst und muss im Ernstfall einsatzmäßig von uns im
ganzen Kreis zur Einsatzstelle gebracht werden.
Übungsdienste:
Jeden Montag treffen wir uns zu
Übungsdiensten. Zum Einen gibt es den kleinen
Übungsabend, auf dem in Gruppen vielseitige kleinere Aufgaben bearbeitet werden
und zum Anderen treffen wir uns alle 14 Tage zum großen Übungsabend. Dieser
dient unter anderem zum Informations-austausch unter
den Kameraden. So wird zu Beginn dieses Übungsabends immer erst über Aktuelles
aus der Feuerwehr berichtet oder auch Termine bzw. Organisatorisches
abgesprochen. Anschließend wird dann, wie auch schon im kleinen Dienst, in
Gruppen vielen verschiedenen praktischen Aufgaben nach-gegangen.
Großübungen:
Im vergangenen Jahr nahmen wir gleich an zwei
Großübungen teil.
Übung 1; am 2. April
Die erste Übung organisierte die
Jugendfeuerwehr anlässlich ihres 10 jährigen Bestehens.
Ein Kleintransporter, besetzt mit mehreren Personen fuhr gegen
einen
LKW, der dann seine Ladung bestehend aus Sand verlor. Danach kollidierte noch
ein PKW mit dem Bulli und blieb im Sandhaufen liegen.
Bei dieser Übung galt es nun, insgesamt zwölf Verletzte sowie vier Betroffene zu
versorgen.

Mit zehn Fahrzeugen rückten die Kameraden aus
Kaunitz und Verl an und lösten alle Aufgaben erfolgreich.
Übung 2; am 8. Oktober
Großbrand bei der Firma Nobilia
in Kaunitz war das Alarmstichwort an diesem Samstagnachmittag. Eine 32.000 m²
große Halle stand bei Eintreffen der ersten Einheiten laut Drehbuch in
Vollbrand. In den angrenzenden Hallen wurden Personen vermisst. Mit über 200
Einsatzkräften aus neun Löschzügen wurde der Ernstfall
bei
diesem extrem großen Objekt geprobt. Im Vordergrund der Übung stand, die Wasser-versorgung
für einen Brand dieser Größenordnung sicherzustellen.
Dabei
wurden zeitweise über 11.000 Liter Wasser pro Minute gefördert sowie 225
Schläuche ausgerollt. Des Weiteren galt es die vor kurzer Zeit von der Firma
Nobilia installierte Gebäude-funkanlage auf dem Betriebs-gelände gründlich zu
testen. Den zahlreichen Besuchern wurde unter anderem von unserem Wehrführer
sowie vom Lösch-zugführer erklärt, welche Schwer-punkte diese Übung haben
sollte, wo eventuell Schwachstellen ausfindig zu machen sind oder wie die
Organisation einer so großen Lage funktioniert.
Weitere
Übungen:
Übung Grundschule
Was ist, wenn die Grundschule in Kaunitz
brennt und alle Schüler
schnell
das Gebäude verlassen müssen? Das war die Aufgabe aller Beteiligten am 27. Mai.
Dabei ging es nicht nur darum den „Kleinen“ den sicheren Weg aus den Gebäuden
zu zeigen, sondern auch die Angst vor den Feuerwehrmännern mit ihren Masken und
Schutzanzügen zu nehmen. Nach der erfolgreich absolvierten Übung durften die
Kleinen dann in die Feuerwehrautos klettern und den einen oder anderen Helm
aufsetzen. Nur so konnte die Angst vor den großen roten lauten Autos genommen
werden.
Kindergarten
Noch kleinere Gäste hatten wir dann am 19.
Mai in unserem Gerätehaus. Der Kindergarten „Kleine Strolche“ machte einen
Ausflug zu uns. Mit großer
Aufmerksamkeit
wurde den kleinen Gästen die Feuerwehr erklärt. Auch hier wurde wieder
allerhand ausprobiert, anprobiert und studiert, damit auch unsere Kleinsten
keine Angst vor der Feuerwehr haben. Einige der kleinen Gäste wollten nach
diesem Tag auch Feuerwehrmann werden. Das wäre schön, denn Nachwuchs brauchen
wir immer, auch heute schon.
Brandsimulation in Lemgo
Im Februar war eine Gruppe von uns in Lemgo
in einer Brand-simulationsanlage. In dieser Anlage
kann unter absolut realen Bedingungen ein Zimmerbrand oder Ähnliches simuliert werden.
Dieser wird dann unter fachmännischer Begleitung bekämpft.
Kreisfeuerwehrschule St. Vit
An der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit findet jedes Jahr der Leistungsnachweis statt. An
diesem haben auch wir im Jahr 2011 mit zwei Gruppen á neun Kameraden und
Kameradinnen mit Erfolg teil genommen.
Weitere
Termine und Veranstaltungen:
80. Geburtstag Alois Pagenkem-per
/ Goldhochzeit Margret und Alois Pagenkemper
Am 21. Mai wurde Alois Pagenkemper
80 Jahre alt. Damit auch wir ihm zu diesem besonderen Tag gratulieren konnten,
trafen wir uns alle am 11. Juli am Gerätehaus und überreichten ihm und seiner
Frau Margret ein Gruppenfoto des Löschzuges Kaunitz.
Am
15. November feierten die beiden dann auch noch die goldene Hochzeit, an der
wir vom Löschzug mit einer Abordnung erst an der heiligen Messe und anschließend
am Empfang teil nahmen.
Feuerwehrsternfahrt
Vom
2. bis zum 5. Juni nahmen wir mit 22 Personen an der 19. Internationalen Feuerwehrstern-fahrt in Frankfurt/Oder und Slubice
teil. Wir besuchten dort die Eröffnungsveranstaltung und den Sternmarsch. Einige
nahmen an der Delegiertentagung in der Europauniversität in Slubice
teil. Außerdem besuchten wir verschiedene weitere Veranstal-tungen
im Rahmen dieser Festtage.
Jugendfeuerwehrzeltlager
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr
Verl fand an dem Wochenende 24.-26. Juni das Kreisjugend-feuerwehr-Zeltlager
statt. Auf dem Gelände der Ostwestfalenhalle campierten zehn Jugendfeuer-wehrgruppen
aus dem Kreis Gütersloh. Es wurden feuerwehr-technische Wettkämpfe und ein
Orientierungsmarsch veranstaltet. Auch der Kreisjugendfeuerwehrtag fand im
Gerätehaus statt. Der Löschzug Kaunitz unterstützte die Jugendfeuerwehr bei
diesem Ereignis.
Kreisfeuerwehrverbandstag
Der diesjährige Verbandstag der Feuerwehren
aus dem Kreis Gütersloh fand am 9. Juli in Harsewinkel statt. Diese
Veranstaltung besuchten wir mit vielen Kameraden, da es einen besonderen Anlass
gab.

Sowohl unser Feuerwehrkamerad Gisbert Lüke,
als auch unser Wehrführer Heiner Panreck erhielten das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz
in Silber.
Besuch der Feuerwehr Lippetal
Vom 1. auf den 2. Oktober hatten wir im
Gerätehaus Besuch. Die Löschgruppe Hovestadt der
Feuerwehr Lippetal hatte sich bei uns einquartiert.
Zu dem umfangreichen Programm, das wir ihnen boten, gehörte auch eine
gemeinsame Löschübung auf dem Hof Stefan Lakämper.
Konzert der Musik- und Spielmannszüge des
Kreises Gütersloh
Am 16. Oktober wurde die Ostwestfalenhalle
für ein musika-lisches Großereignis genutzt. 243
Musiker der Musik- und Spiel-mannszüge der Feuerwehren
des Kreises Gütersloh spielten vor rund 750 begeisterten Zuhörern. Damit der
Ablauf auch reibungs-los stattfinden konnte, halfen ein Paar unserer Kameraden an
der Kasse, der Einlasskontrolle sowie an der Garderobe.
Hochzeit von Ariane Ewers und Marcel Busche
Am 28. Oktober gaben sich unser
Stellvertretender Löschzugführer
Marcel
Busche und seine Verlobte Ariane Ewers im Museumshof Senne in Windelsbleiche das „Ja“- Wort. Zu diesem feierlichen Anlass
war auch eine große Abordnung des Löschzuges vertreten. Mit unserem Oldtimer
wurden beide zum Standesamt gefahren. Bei der abendlichen Hochzeitsfeier waren
wir ebenfalls vertreten.
Weitere Termine im Jahr 2011:
Sportlich ging es am Samstag, dem 16. Juli
zu. Zusammen mit dem Löschzug Verl wurde ein Beachvolleyballturnier beim Verler
Kamerad Franz Hubert Wittenborg ausgerichtet. Dieses Turnier fand unter reger
Beteiligung an der Bornholter Straße statt.
Bei den Festmärschen am Kaunitzer
Schützenfest wurden von uns an allen drei Tagen Fahrzeuge für die Verkehrssich-erung der Marschroute bereitgestellt.
Auch in diesem Jahr wurde zu Ostern wieder unser
Feuerwehrfest gefeiert. Der große Erfolg dieser Veranstaltung liegt sicherlich
auch an den tollen Preisen der Tombola, die wir jedes Jahr von zahlreichen Gönnern
erhalten. 
In unserer Pfarrgemeinde nahmen wir teil an
der Fronleich-namsprozession und dem St. Martinszug.
Am Volkstrauertag gedachten wir am Ehrenmal der Opfer der Kriege. Bei Theater-veranstaltungen
der Kolpingfamilie im Haus Liemke, beim Osterfeuer sowie beim Feuerwerk zu
Verler Leben übernahmen wir Sicher-heitsaufgaben.
Außerdem besuch-ten wir einige Feuerwehrfeste von
Nachbarlöschzügen.
Wir wurden zum 40. Geburtstag unseres
Feuerwehrkameraden Guido Vorderbrügge eingeladen und nahmen auch an der
Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt in Kaunitz teil. Pastor Cruse veranstaltete
ein Herbstfest anlässlich seines 60. Geburtstages im Pfarrheim, bei dem wir mit
einer kleinen Abordnung vertreten waren. Bei der Einweihung des neuen
Gerätehauses in Lippling waren wir ebenfalls anwesend.

Unsere Alters- und Ehrenabteilung traf sich
auch dieses Jahr wieder mit ihren Kameraden aus Schloß
Holte-Stukenbrock. Im Kaunitzer Gerätehaus veranstalteten sie einen gemütlichen
und geselligen Abend.
Am 11. Dezember feierten
wir dann unsere eigene Weihnachts-feier. Diese fand dieses Jahr im Haus „Op de Liemeke“ statt. Es war ein schöner, geselliger und durchaus
gelungener Abend.

Bei allen Terminen und Veranstaltungen wurde
im Vorfeld immer eine Bereitschaft für eventuelle Einsätze sichergestellt.
Zum Abschluss möchten
wir uns an dieser Stelle wieder ganz herzlich bei allen bedanken, die mit uns
zusammenarbeiten. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Gönnern sowie bei
den Nachbarlöschzügen, dem Ret-tungsdienst, der Polizei,
der Jugendfeuerwehr, den Hilfsorga-nisationen, bei
Rat und Verwaltung und allen, die mit der Feuerwehr zu tun haben.
Kaunitz, im Januar
2012

i.A.
Jörg Springensguth,
Schriftführer
Ämter im LZ Kaunitz im Jahr 2011:
Löschzugführer:
Dirk Costantino
stellvertretende Löschzugführer:
Wigbert Pagenkemper
Marcel Busche
Kassenwart:
Guido Vorderbrügge
Schriftführer:
Jörg Springensguth
Lena Bussemas
Bildquelle:
Einige Bilder stammen von der Verler Zeitung. Vielen Dank dafür.