1959 bis 1960

Am 9. Juli 1959 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen. Richtfest feierte man bereits am 17. September 1959 und schon am 21. Februar 1960 erfolgte die feierliche Weihe des Feuerwehrgerätehauses und die Übergabe an die Feuerwehr. Das Löschfahrzeug konnte bereits ab dem 20. Januar 1960 in der neuen Halle untergebracht werden.

Laut Abrechnung kostete das neue Feuerwehrgerätehaus insgesamt 95.590,75 DM. Diese Kosten wurden gedeckt durch eine Beihilfe aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von 20.000 DM, einem Zuschuss der Gemeinde Bornholte von 21.000 DM, einem Zuschuss der Gemeinde Sende von 6.814,80 DM, dem Anteil der Gemeinde Verl am amtseigenen Feuerwehrgerätehaus von 8.997,63 DM sowie einer Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 38.778,32 DM.

Gütersloher Zeitung am 22. Februar 1960
Feuerwehrgerätehaus im Jahre 1963

Erweiterung erforderlich

Im Gegensatz zu den 28 Feuerwehrmännern, die 1959 mit einem Fahrzeug zu 13 Einsätzen fuhren, gehörten dem Löschzug im Jahr 1980 schon 40 Kameraden an. Sie hatten in diesem Jahr 101 Einsätze, die sie mit drei Fahrzeugen bestritten. Deshalb wies der Löschzug Verl mit einem Schreiben an die Gemeinde am 2. Mai 1981 auf die enorme Raumnot im Feuerwehrgerätehaus Verl hin:

»Mit einer Steigerung der Einsatzzahlen ist in Zukunft zu rechnen. Mannschaft und Gerät reichen nicht mehr aus, um diese Einsätze alle bewältigen zu können. Das Feuerwehrgerätehaus reicht nicht mehr aus und entspricht auch nicht mehr den geltenden Sicherheitsvorschriften. Da der Feuerwehreinsatz immer mehr technisches Gerät erfordert, reicht der Laderaum der vorhandenen Fahwnicht mehr aus. Bevor aber neue Fahrzeuge angeschafft werden, müssen neue Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden. Einige Kameraden müssen bereits jetzt ihre persönliche Ausrüstung mit nach Hause nehmen. Außerdem muss aus Platzmangel das Rettungsboot für den Verler See mit einer Winde unter die Decke gezogen werden. Die Werkbank für die Durchführung kleinerer Reparaturen ist in einer Fahrzeugbox untergebracht. Die Montagegrube ist als solche nicht mehr zu nutzen, weil diese als Lagerraum für Geräte gebraucht wird. Eine nachträglich eingebaute Abgasanlage ist fast wirkungslos und stellt eine Unfallgefahr dar, weil die Rohre auf dem Fußboden verlegt sind. Außerdem kann noch einiges für das äußere Bild getan werden. So könnte manches zur Verschönerung des Raumes Bahnhof-Marktplatz beigetragen werden.«